Anno 1404 – Macht es süchtig?
Eigentlich kennt man es nur von World of Warcraft-Spielern, aber Anno 1404 kann extrem fesselnd sein. Es stellt sich – gerade im Endlosspiel – der “nur-noch-5-Minuten”-Effekt ein, den Spieler kennen und schätzen. Dabei bietet Anno 1404 eigentlich simple Zutaten: es geht darum, möglichst erfolgreich eine Siedlung (bzw. mehrere) in einer durch viele Inseln geprägten Welt zu erschaffen und erfolgreich dafür zu sorgen, dass die Bürger von Bauern zu Adeligen aufsteigen.
Doch was sorgt genau dafür, dass man eigentlich nur eine halbe Stunde spielen wollte, Anno einen aber – vorbildlich – nach zwei Stunden daran erinnert, das es vielleicht Zeit für eine Pause sei? Ich denke, es ist der Drang, es noch besser zu machen, oder einen höheren Stand auf dem Goldmünzen-Konto zu erreichen. Außerdem macht es einfach Spaß, wenn man zusehen kann, wie die eigenen Handelswege funktionieren und zu planen, was wo hergestellt wird, damit die Wege nicht zu lang und gefährlich werden.
Es gibt also auch mit USK-6-Freigabe Spiele, die nicht unbedingt zu einem intakten Sozial-Leben beitragen. Wobei Anno 1404 wirklich ein harmloser Vertreter ist – und den meisten Kindern wahrscheinlich auf dauer auch zu komplex.